Olive Oliven

Samstag, den 18. November 2017 um 03.52 Uhr

 

Oliven

Die Frucht der Olive
Die Olive ist eine mediterrane Steinfrucht, die an den Olivenbäumen, die auch als Echte Ölbäume bezeichnet werden, wächst. Bereits nach wenigen Jahren kann ein Olivenbaum Oliven produzieren, am ertragreichsten ist ein Baum jedoch nachweislich nach etwa 20 Jahren. Die Olive weist eine fast ellipsoide bis kugelige Form auf, deren Länge zwischen 0,7 - 4 cm betragen kann. Der Durchmesser kann einen Wert zwischen einem bis zwei cm aufweisen.

Der Samen der Olive, der oft auch als der harte Kern bezeichnet wird, ist von weichem Fruchtfleisch umgeben. Dieses Fruchtfleisch besteht zum großen Teil aus Wasser, aber auch Fette, Rohproteine und Rohfaser sind in ihnen enthalten. Oliven bilden die Grundlage für das Olivenöl, welches sowohl in der mediterranen Küche wie auch in der Kosmetik verwendet wird.

Solange eine Olive noch nicht die vollständige Reife erreicht hat, ist sie grün. Mit der Reife hingegen wechselt die Farbe zu schwarz oder violett/braun. Beim Kauf von Oliven sollte man darauf achten, dass nicht selten auch grüne, noch nicht reife Früchte, verkauft werden, die lediglich mit Eisengluconat schwarz gefärbt wurden.

Die unterschiedlichen Olivensorten
Es gibt unzählige Sorten von Oliven, die sich in ihrer Größe, aber auch im Fett- und Vitamingehalt unterscheiden können. Natürlich kann auch der Geschmack variieren, so dass die eine oder andere Olive für ein bestimmtes Essen besser geeignet ist.

Zu den Olivensorten gehört unter anderem die Manzanilla Olive aus Spanien. Sie ist die beliebteste Tafelolive und wird vor dem Verzehr gern mit Paprika oder Sardellenpaste gefüllt. Ebenso bekannt ist die in Italien heimische Taggiasca Olive. Sie weist einen sehr milden Geschmack auf, der sogar an Pinienkerne erinnern kann. Mit ihrem milden Aroma, welches sich auch im Olivenöl zeigt, ist sie ein Geheimtipp unter Feinschmeckern.

Zu den griechischen Olivensorten gehört die Kalamata. Sie ist sehr aromatisch und auch ein wenig salzig. Sie wird gern eingelegt verzehrt, wobei neben der Einlage in Öl auch Essig verwendet wird. Natürlich wird auch aus der Kalamata Olive Olivenöl produziert.

Oliven

Die Verwendung der Olive in der Küche
Oliven sind aus der mediterranen Küche nicht wegzudenken. Roh ist eine Olive aufgrund ihrer Bitterkeit jedoch nicht genießbar. Erst nachdem die Olive mehrmalig in Wasser eingelegt wurde, werden die Bitterstoffe, die in der Frucht enthalten sind, ausgeschwemmt.
Oliven können in der Küche in unterschiedlicher Form genossen werden. So ist es unter anderem möglich, Oliven einzulegen. Für das Einlegen können sowohl Ganze wie auch bereits entsteinte Früchte verwendet werden, die dann in Öl gelegt werden. Auch ohne Konservierungsstoffe sind Oliven nach dem Einlegen in Öl relativ lange haltbar, auch das Befallen von Schädlichen kann so verhindert werden. Auch aus diesem Grund wurde die Olive in den mediterranen Ländern häufig als Lebensmittel genutzt, denn in ihrer eingelegten Form war sie lange Zeit resistent.
Alternativ zum Einlegen in Öl findet man Oliven im Handel auch in anderen Formen. Sehr beliebt sind beispielsweise Oliven, die mit einer Füllung aus Paprika oder Mandeln versehen wurden. Sie können sowohl zu Salaten wie auch als Vorspeise, die in Spanien als Tapas bezeichnet werden, gegessen werden. Sie eignen sich aber auch hervorragend als kühle Beilage zu einem Aperitif.
In den Mittelmeerländern findet man die Olive auch zu Pasten oder Krusten verarbeitet. In der Provence beispielsweise nutzt man schwarze Oliven, um diese mit Sardellen, Kapern, Öl und Knoblauch zur bekannten Tapenade zu verbinden. In Griechenland und in der Türkei hingegen werden die noch grünen Oliven püriert und anschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt. Diese Paste kann dann weiter verwendet werden.

Die Verwendung als Olivenöl
Die wohl wichtigste Verwendung finden Oliven als Olivenöl. Rund 90 Prozent der weltweit angebauten Oliven werden gepresst und als Öl verkauft. Besonders wertvoll ist dabei das kalt gepresste Olivenöl, welches vor allem für die Zubereitung von Salaten verwendet wird. Aber auch zum Schmoren und Braten kann Olivenöl sehr gut genutzt werden.

Ebenso wie die reine Olive ist auch Olivenöl sehr gesund und daher für die ausgewogene und kalorienarme Ernährung zu empfehlen. Durch die verschiedenen Inhaltsstoffe in der Olive, die durch das schonende Pressverfahren auch im Olivenöl enthalten bleiben, kann positiv auf den Cholesterinspiegel im Blut eingewirkt werden, zudem kann bei der Verwendung von Olivenöl der Arterienverkalkung vorgebeugt bzw. diese verringert werden.

Olive

Die gesunde Olive
Oliven sind jedoch nicht nur lecker, sie sind auch noch gesund, weshalb sie immer beliebter werden. So ist es den Substanzen in der Olive unter anderem möglich, den Blutzuckerspiegel im Blut zu senken oder aber das Risiko von Herzkranzgefäßen zu verringern. Nicht umsonst sind die Menschen in der Mittelmeerregion sehr gesund und können sich über ein langes Leben freuen.

Oliven weisen viele ungesättigte Fettsäuren auf, zudem sind in den Oliven Phosphat, Mangan, Magnesium und Linolsäure enthalten. Damit eignen sich Oliven unter anderem zur Verringerung von Arterienverkalkung und Bluthochdruck, sie können aber auch bei Gallensteinen und Verstopfung gute Dienste leisten.

Zusätzlich enthalten Oliven die wichtigen Vitamine A und E. Das Vitamin E ist sogar essentiell, kann aber vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden und muss daher mit der Nahrung aufgenommen werden. Mit seinen positiven Wirkungen auf den menschlichen Organismus soll Vitamin E sogar Krebserkrankungen verringern. Vitamin A hingegen ist für gutes Sehen, die Entwicklung des Mutterkuchens in der Schwangerschaft sowie das Wachstum im Allgemeinen zuständig und daher ein ebenfalls unabdingliches Vitamin.
Wer Oliven für die eigene Gesundheit essen möchte, sollte für die bessere Verdauung besser schwarze denn grüne Oliven wählen. Schwarze Oliven sind dabei nicht nur leichter verdaulich, sondern sie weisen auch einen höheren Gehalt an Vitaminen und Antioxidantien auf.
Und wer gern Oliven isst, muss sich nicht einmal über die Kalorien Gedanken machen. Entgegen der landläufigen Meinung machen Oliven nämlich nicht dick. Schließlich weisen sie bei 100 Gramm lediglich 154 Kalorien auf, die schwarzen Oliven haben sogar noch weniger Kalorien.

Olivenblüte

Oliven für die Kosmetik
Dass Oliven gesund sind, wenn sie eingelegt, mit Paprika gefüllt oder püriert gegessen werden, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Oliven auch in der Kosmetik gute Dienste leisten können. Durch die zahlreichen Vitamine, die in den Früchten enthalten sind, ist die Olive ein sehr wirksames Mittel bei Psoriasis sowie bei trockener Haut und bei Ekzemen. In diesen Fällen kann die Olive das enthaltene Fett an die Haut abgeben, die hierdurch gepflegt und mit den notwendigen Nährstoffen versorgt wird. Durch den hohen Fettgehalt werden Cremes und Lotionen zudem streichfähig und können sehr gut auf die Haut aufgetragen werden.

Daneben werden Oliven auch sehr häufig für Haarkuren oder aber in Badezusätzen verwendet. Schon vor mehreren tausend Jahren wurde die Olive derart verwendet. Nicht umsonst schätzte Cleopatra das Bad in Milch und Olivenöl.

Paprika gefüllte Oliven